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Wer Schränke nach Maß fertigt, zeichnet oft jeden Schrank neu. Ob es um einen begehbaren Kleiderschrank nach Maß, ein Ankleidezimmer oder Schlafzimmerschränke mit Schiebetüren geht: Der Kunde wählt Maße, Einteilung und Fronten, und der Konstrukteur beginnt mit einer leeren Zeichnung oder passt einen früheren Auftrag an. Das kostet Stunden und führt zu Abweichungen zwischen dem, was der Verkäufer versprochen hat, und dem, was die Werkstatt fertigt. Mit Software für Schränke nach Maß kehren Sie das um: Der Schrank wird innerhalb fester Regeln konfiguriert, und aus demselben Modell entstehen die Stückliste und die Daten für Zuschnittplan und Maschinenprogramm.
In vielen Schreinereien und bei vielen Möbelherstellern sehen wir dasselbe Muster. Der Verkäufer erstellt eine Skizze und einen Preis auf Basis seiner Erfahrung. Der Konstrukteur arbeitet diese Skizze im CAD aus, oft indem er einen früheren Schrank anpasst. Die Arbeitsvorbereitung (AV) erstellt danach die Programme für Säge, CNC und Kantenanleimmaschine. Jede Übergabe ist ein Moment, in dem sich etwas ändert: ein Einlegeboden mehr, eine andere Tiefe, eine Front, die doch in einer anderen Farbe ausgeführt werden muss.
Die Folgen kennen Sie: Das Angebot stimmt nicht mit dem überein, was produziert wird, die Marge wird erst in der Nachkalkulation sichtbar, und ein einfacher Schlafzimmerschrank erfordert genauso viel Vorbereitung wie ein komplexer Auftrag. Dabei eignet sich ein Schrank nach Maß gut für einen Konfigurator, gerade weil die Varianten in Maßen und Einteilung liegen und nicht in der Konstruktion.
Ein Schrankkonfigurator geht von einem parametrischen Modell aus. Die Konstruktion ist festgelegt: wie der Korpus aufgebaut ist, welche Verbinder Sie verwenden, welches Bohrbild nach System 32, wie die Rückwand befestigt wird, wie Schiebetüren überlappen. Was variabel ist, gibt der Anwender ein: Breite, Höhe, Tiefe, Anzahl der Fächer, Einlegeböden, Schubkästen, Kleiderstangen, Fronten und Farben.
Aus derselben Konfiguration entstehen:
Angebot und Produktion gehen so vom selben Modell aus. Wünscht der Kunde später einen zusätzlichen Schubkasten, passen Sie die Konfiguration an, und Stückliste und Bearbeitungen werden aus dem Modell neu erzeugt.
Der Wert eines Schrankkonfigurators liegt nicht in der Bedienoberfläche, sondern in den Regeln dahinter. Diese Regeln bestimmen, was möglich ist und was nicht, und sie müssen zu Ihrer Werkstatt passen. Einige Beispiele dafür, was wir gemeinsam mit Ihnen festlegen:
Wir bauen diese Regeln in die Korpusbibliothek in iMOS iX ein, sodass jeder Schrank, der daraus entsteht, mit Ihren Materialien, Ihren Beschlägen und Ihren Maschinen herstellbar ist. Eine fehlende Regel zeigt sich früher oder später als Fehler in der Produktion. Deshalb testen wir die Bibliothek mit echten Aufträgen, bevor sie produktiv eingesetzt wird.
Wo die Konfiguration stattfindet, hängt davon ab, wie Sie verkaufen. Manche Schrankbauer lassen den Verkäufer in der Ausstellung gemeinsam mit dem Kunden konfigurieren und zeigen sofort das 3D-Bild. Andere möchten, dass der Kunde zu Hause selbst online einen Schrank entwerfen und eine Anfrage senden kann. Ausgangspunkt ist in beiden Fällen dieselbe Bibliothek.
Für den Online-Teil arbeiten wir mit iMOS iX NET, dem Webmodul von iMOS iX, mit dem Schränke im Browser konfiguriert werden. Die Regeln bleiben dieselben wie in der Ausstellung: Was der Kunde online wählt, muss die Werkstatt fertigen können. Ein Konfigurator, der Schränke akzeptiert, die Sie nicht produzieren können, sorgt nur für zusätzliche Anrufe.
Sobald ein Schrank bestätigt ist, muss er ohne Umweg in die Produktion. Das ist das Prinzip von Sales-to-Machine, vom Verkauf bis zur Maschine: Das verkaufte Modell ist das Produktionsmodell. Wir richten die Kette von der Konfiguration bis zum Maschinenprogramm ein. Der Auftrag geht ein, die Stückliste geht an die Säge oder das Nesting, die Bohrbilder und Fräsbearbeitungen gehen über den Postprozessor an HOMAG, Biesse, SCM, Holz-Her oder eine andere Steuerung, und die Etiketten begleiten die Teile durch die Werkstatt.
Arbeiten Sie mit einem ERP- oder Planungssystem, dann binden wir den Auftragsfluss über eine ERP- und MES-Schnittstelle an, sodass Artikel, Kundendaten und Liefertermine nicht erneut erfasst werden müssen.
Lesen Sie auch: iMOS iX CAM: CNC-Programme direkt aus dem Modell.
Möchten Sie wissen, ob sich Ihre Schränke nach Maß für einen Konfigurator eignen? Schreiben Sie eine E-Mail an info@conselis.group und beschreiben Sie kurz, was Sie fertigen. Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen, ob ein Konfigurator sinnvoll ist.
Ja, mit einem Webkonfigurator wie iMOS iX NET. Der Kunde stellt online einen Schrank innerhalb der Regeln zusammen, die Sie festlegen, und die Anfrage kommt bei Ihnen an, ohne dass der Schrank erst neu gezeichnet werden muss. Wie viel Freiheit der Kunde bei Maßen, Einteilung und Fronten erhält, bestimmen Sie selbst.
Das konfigurierte Modell enthält die Stückliste und die Bearbeitungen. Nach der Bestätigung geht es weiter an Zuschnittplan oder Nesting und über den Postprozessor an die CNC, ohne dass neu gezeichnet werden muss. Mit einer ERP-Schnittstelle müssen Auftragsdaten und Liefertermine nicht erneut erfasst werden.
Mindestens die Maßgrenzen je Schranktyp, die zulässigen Einteilungen, die Kombinationen von Materialien, Fronten und Beschlägen sowie die konstruktiven Festlegungen wie Verbinder und Bohrbild. Diese Regeln müssen dem entsprechen, was Ihre Maschinen und Materialien leisten können, sonst zeigt sich der Fehler später in der Produktion.