iMOS iX
Wer eine CNC-Maschine oder eine Bohrstraße (Durchlaufbohrmaschine) in der Werkstatt stehen hat, kennt das Muster: Das Modell ist gezeichnet, die Stückliste stimmt, aber an der Maschine beginnt die Arbeit von vorn. Der Maschinenbediener öffnet das Programm, passt ein Bohrbild an, verschiebt eine Fräsbahn und startet erst dann. iMOS iX CAM, das CAM-Modul der imos AG, setzt bei dieser Doppelarbeit an. Die Bearbeitungen werden aus dem Modell abgeleitet und über einen Postprozessor in ein Maschinenprogramm für Ihre CNC oder Bohrstraße umgesetzt. Conselis richtet diese Prozesskette ein, Maschine für Maschine, und testet sie an Ihren eigenen Aufträgen.
In vielen Schreinereien und bei vielen Möbelherstellern steckt das Wissen über die Bearbeitungen nicht im Modell, sondern im Kopf des Maschinenbedieners. Das funktioniert, solange diese Person da ist und die Aufträge einfach bleiben. Es stockt, sobald mehr Varianten dazukommen oder jemand anderes an der Maschine steht.
Bei jeder Einführung setzen wir genau hier an: Welche Bearbeitungen werden heute von Hand hinzugefügt, und warum stehen sie nicht im Modell?
Das Modul geht von dem Modell aus, das in iMOS iX CAD aufgebaut wurde. Jedes Teil trägt seine Bearbeitungen mit sich: Bohrbilder nach System 32, Nuten für die Rückwand, Fräsbahnen für Griffe oder Ausschnitte. iX CAM setzt diese Bearbeitungen je Teil in ein CNC-Programm um.
Das Bohrprogramm ergibt sich aus der Konstruktion: Wo ein Fachboden, ein Scharnier oder ein Verbinder sitzt, kommt eine Bohrung hin. Das Fräsprogramm ergibt sich aus der Form des Teils. Ist die Korpusbibliothek sauber aufgebaut, muss der Konstrukteur keine Koordinaten eintippen: Er zeichnet den Schrank, und die Bearbeitungen kommen mit.
Eine CNC von HOMAG arbeitet mit woodWOP, eine Biesse, SCM, Holz-Her oder KDT erwartet ein eigenes Format, und eine Maschine mit TPA-Steuerung wieder ein anderes. Der Postprozessor ist die Übersetzung zwischen den Bearbeitungen im Modell und der Sprache jeder Maschine: der Aufbau der Datei, die Nullpunkte und die Art, wie Werkzeuge aufgerufen werden. Stimmt alles, bekommt der Maschinenbediener ein Programm, das er lädt und startet.
Die meiste Arbeit steckt nicht in der Installation, sondern in der Abstimmung auf Ihre Maschinen und Ihre Arbeitsweise.
Die CNC-Programme stehen nicht für sich allein. Wer Plattenmaterial im Nesting-Verfahren verarbeitet, ordnet die Teile samt ihren Bearbeitungen auf einer ganzen Platte an. Das geschieht in iMOS iX Nest. Wer zuerst sägt und danach bearbeitet, schickt die Programme je Teil an die CNC oder Bohrstraße. Beide Arbeitsweisen können nebeneinander bestehen; wir stimmen mit Ihnen ab, welche Teile welchen Weg gehen.
Ziel ist, dass das Modell die einzige Quelle wird. Was der Konstrukteur festlegt, kommt ohne Zwischenschritt an der Maschine an. Der Maschinenbediener lädt das Programm, prüft die Aufspannung und startet. Änderungen erfolgen im Modell oder im Postprozessor, nicht an der Maschine, sodass eine Nachbestellung desselben Möbels auf dieselbe Weise bearbeitet wird. Das Wissen über die Bearbeitungen steckt dann im System und nicht nur bei einer Person, was die Einarbeitung neuer Mitarbeiter erleichtert.
Lesen Sie auch: Schränke nach Maß: vom Konfigurator zur CNC.
Arbeiten Sie bereits mit iMOS und läuft der Schritt zur Maschine noch holprig, oder denken Sie über einen Umstieg nach? Schreiben Sie uns eine E-Mail an info@conselis.group und beschreiben Sie kurz, welche Maschinen bei Ihnen stehen. Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen, was nötig ist, um die Programme direkt aus dem Modell zu erzeugen.
Grundsätzlich jede CNC oder Bohrstraße, für die ein Postprozessor existiert oder erstellt werden kann. In der Praxis sind das oft HOMAG mit woodWOP, Biesse, SCM, Holz-Her, KDT und Maschinen mit TPA-Steuerung. Wir prüfen je Maschine, was nötig und machbar ist, auch bei älteren Steuerungen.
Ein Postprozessor übersetzt die Bearbeitungen aus dem Modell in das Dateiformat, das eine bestimmte Maschine erwartet. Conselis erstellt ihn oder passt ihn an und testet ihn während der Einführung. Danach vereinbaren wir, wer kleine Anpassungen vornimmt, zum Beispiel bei einem neuen Werkzeug, und wann Sie uns wieder hinzuziehen.
Bei einer gut eingerichteten Prozesskette selten. Der Maschinenbediener lädt das Programm, prüft Aufspannung und Werkzeug und startet. Ist doch eine Anpassung nötig, gehört sie ins Modell oder in den Postprozessor, damit sie beim nächsten Auftrag nicht erneut gemacht werden muss.