Leistungen
Jeder Reststreifen, der im Container landet, ist Plattenmaterial, das Sie bereits bezahlt haben. In vielen Schreinereien und Innenausbaubetrieben wird die Plattensäge oder die Nestingmaschine mit abgetippten Zuschnittlisten und Parametern gefüttert, die seit der Installation niemand mehr angefasst hat. Zuschnittoptimierung ist dann keine Softwarefrage, sondern eine Frage danach, wie ein Auftrag von der Zeichnung bis zur Säge gelangt. Wir stimmen diesen Weg auf das ab, was tatsächlich aus Ihrer Maschine kommt.
Die Beschwerden, die wir hören, laufen immer auf dasselbe hinaus:
Der Verschnitt beim Plattenmaterial ist der sichtbarste Verlust, aber selten der einzige. Jeder dieser Punkte lässt sich in der Regel ohne neue Maschine lösen.
Ein Zuschnittplan ist mehr als eine Verteilung von Rechtecken auf einer Platte. Kleine Einstellungen machen zusammen den Unterschied zwischen einer sauberen Plattenaufteilung und einem Container voller Reste.
Die Optimierung kann nur mit den Plattenformaten arbeiten, die Sie tatsächlich auf Lager haben, einschließlich der Restplatten. Stehen in der Software Formate, die Sie nie bestellen, dann rechnet der Zuschnittplan mit Material, das nicht da ist.
Bei Furnier, strukturierten Melaminoberflächen und Dekoren mit Maserung ist die Faserrichtung verbindlich. Ein Zuschnittplan, der Teile frei drehen darf, erzielt auf dem Bildschirm eine bessere Ausbeute, liefert aber Fronten, die nicht zueinander passen. Die Faserrichtung muss im Modell festgelegt sein und in die Zuschnittliste übernommen werden.
Die Breite der Schnittfuge, der erste Besäumschnitt, die Anzahl der zulässigen Schnittebenen und die maximale Streifenlänge entscheiden darüber, ob sich der Plan auf Ihrer Plattensäge auch tatsächlich sägen lässt.
Eine gute Restplattenverwaltung entscheidet, wann sich ein Streifen noch zum Aufbewahren lohnt und wann er in den Container darf. Mindestmaße, ein Etikett auf jedem Rest und eine Bestandsliste, die die Optimierung auch wirklich abfragt: Ohne diese drei Punkte wächst der Restplattenstapel weiter.
Mehrere Aufträge im selben Material gemeinsam zu optimieren, bringt in der Regel eine bessere Plattenausnutzung, als jeden Auftrag einzeln zu sägen. Die Kehrseite ist, dass Sie mehr Teile gleichzeitig sortieren müssen; die richtige Bündelung hängt von Ihrer Durchlaufzeit und Ihrem Platzangebot ab.
Die Reihenfolge, in der die Teile von der Säge kommen, bestimmt, wie viel an der Kantenanleimmaschine gesucht wird. Ein Zuschnittplan, der den Folgearbeitsgang berücksichtigt, spart Zeit dort, wo die meisten Hände gebraucht werden.
Zuschnittoptimierung und Nesting werden oft in einem Atemzug genannt, doch es handelt sich um zwei verschiedene Arbeitsweisen, die jeweils ihren eigenen Platz haben.
Auf der Plattensäge arbeiten Sie mit geraden Schnitten, von Kante zu Kante. Das ist schnell bei rechteckigen Teilen in großen Stückzahlen: Korpusseiten, Böden, Einlegeböden. Die Teile kommen mit einer sauberen Schnittkante aus der Maschine und gehen direkt weiter zur Kantenanleimmaschine.
Beim Nesting auf einer CNC-Nestingmaschine werden die Teile mit einem Fräser aus der Platte herausgearbeitet. Sie können Formen und Ausschnitte einbeziehen, Bohrungen und Nuten gleich mit ausführen und Kleinserien ohne Umrüsten bearbeiten. Dem steht gegenüber, dass die Fräsbahn breiter ist als eine Schnittfuge und dass Werkzeugbahnen und Aufspannung stimmen müssen, sonst verlieren Sie Geschwindigkeit und Kantenqualität. Mehr dazu lesen Sie unter Werkzeugoptimierung auf der CNC.
Große Serien rechteckiger Teile im selben Material gehören auf die Säge. Innenausbau nach Maß mit Formen, vielen verschiedenen Teilen und Bohrbildern gehört auf die Nestingmaschine. Wer beide Maschinen im Betrieb hat, entscheidet oft nach Gefühl. Wir legen diese Entscheidung in klaren Regeln fest, damit sie nicht länger davon abhängt, wer an diesem Tag an der Maschine steht.
Die Parameter Ihrer Optimierungssoftware wurden oft bei der Installation eingestellt und danach nicht mehr überprüft. Wir nehmen eine Reihe bestehender Aufträge, optimieren sie mit den aktuellen Einstellungen und vergleichen das Ergebnis mit den tatsächlich verbrauchten Platten und den übrig gebliebenen Resten. Daraus ergibt sich, ob die Schnittfuge stimmt, ob die Restmaße zu großzügig oder zu knapp eingestellt sind und ob Aufträge besser gemeinsam als getrennt gesägt werden. Das Ergebnis ist ein Satz Einstellungen, der zu Ihrer Maschine und Ihren Materialien passt, nicht zu einem Standardbeispiel des Lieferanten.
Eine wichtige Fehlerquelle liegt nicht in der Optimierung selbst, sondern im Weg dorthin: Eine Zuschnittliste, die über eine Tabellenkalkulation in die Sägesoftware gelangt, geht zweimal durch Menschenhand. Mit iMOS iX kommen Teile, Materialien, Faserrichtung und Kantenband direkt aus dem 3D-Modell in die Zuschnittliste. Ändert der Kunde noch ein Maß, passt sich die Zuschnittliste über das Modell an.
Diese direkte Verbindung bis in die Produktion beschreiben wir unter Sales-to-Machine, vom Verkauf bis zur Maschine. Die Schnittstelle zu Ihrer Plattensäge oder Nestingmaschine, mit den passenden Austauschformaten und Postprozessoren, fällt unter Maschinenanbindung.
Alles, was wir für die Holzindustrie tun, finden Sie in unserer Leistungsübersicht.
Lesen Sie auch: iMOS iX Nest: Nesting direkt aus dem Modell, CAD/CAM für Ladenbau und Ladeneinrichtung: vom Entwurf bis zur Maschine.
Haben Sie einen Restplattenstapel, der immer weiter wächst, eine Zuschnittliste, die zu oft fehlerhaft ist, oder sind Sie unsicher, ob ein Teil auf die Säge oder auf die CNC gehört? Beschreiben Sie uns Ihre konkrete Situation per E-Mail an info@conselis.group. Gemeinsam sehen wir uns an, wo Material und Zeit verloren gehen.
Die Zuschnittoptimierung verteilt rechteckige Teile für die Plattensäge auf einer Platte, mit geraden Schnitten von Kante zu Kante. Beim Nesting werden Teile, auch mit Formen und Ausschnitten, so auf der Platte angeordnet, dass sie mit einem Fräser auf einer CNC-Nestingmaschine herausgearbeitet werden. Die Säge ist bei großen Serien rechteckiger Teile in der Regel schneller, Nesting ist flexibler bei Maßanfertigung und Formen.
Indem die Optimierungsparameter auf Ihre tatsächlichen Platten, Ihre Schnittfuge und Ihre Restmaße abgestimmt werden, indem eine Restplattenverwaltung aufgebaut wird, die die Optimierung auch wirklich abfragt, und indem Aufträge im selben Material gemeinsam optimiert werden, wo das praktikabel ist. Wir messen das Ergebnis an dem, was von der Säge kommt, nicht an dem, was der Bildschirm verspricht.
Ja. In iMOS iX werden Teile, Material, Faserrichtung und Kantenband aus dem 3D-Modell übernommen und als Zuschnittliste an Ihre Optimierungssoftware oder Maschine übergeben, ohne Abtippen. Welches Format Ihre Plattensäge oder Nestingmaschine erwartet, stimmen wir bei der Anbindung ab.