iMOS iX

iMOS iX CAD: parametrisches Konstruieren für die Möbelfertigung

Wer Schränke und Einrichtungen konstruiert, will daraus mehr herausholen als ein Bild für den Kunden. Mit iMOS iX CAD, dem Konstruktionsmodul von iMOS iX (Software der imos AG), konstruieren Sie parametrisch: Ein Schrank ist keine Sammlung einzelner Linien, sondern ein Korpusmodell mit Materialien, Verbindern und Beschlägen aus Ihrer Bibliothek. Aus diesem Modell erhalten Sie die Stückliste, die Fertigungszeichnungen und die Daten für die Maschinen. Conselis richtet iX CAD für Schreinereien, Möbelhersteller und Innenausbauer in Belgien, den Niederlanden und Frankreich ein.

Was iMOS iX CAD in der Produktion leistet

Wer in 2D zeichnet, zeichnet jeden Schrank neu und erstellt die Stückliste danach separat. Jede Änderung des Kunden bedeutet dann doppelte Arbeit, mit dem Risiko von Abweichungen. Möbel-CAD-Software wie iX CAD arbeitet anders: Sie konstruieren einen Schrank auf Basis von Regeln. Sie wählen die Außenmaße, das Material von Seiten, Boden und Rückwand, den Verbindertyp und die Beschläge. Was als Regel in der Bibliothek hinterlegt ist, berechnet das Modell selbst, etwa den Abzug für die Rückwand oder die Position der Bohrungen. Ändert der Kunde die Höhe oder die Breite, passt sich das Modell an, und die Stückliste ebenso.

Konkret nutzen Sie das Modul, um:

  • Schränke als Korpusmodell mit Materialien, Verbindern und Beschlägen aus der Bibliothek zu konstruieren;
  • Einrichtungen aus diesen Schränken im Raum aufzubauen, in dem sie später stehen;
  • Stücklisten, Fertigungszeichnungen und Ansichten aus dem Modell abzuleiten;
  • Fertigungsdaten an Zuschnittplan, Nesting und CNC-Programmierung weiterzugeben.

Wo es schiefläuft: Konstruieren ohne Regeln

In vielen Konstruktionsabteilungen liegt das Problem nicht in der Software, sondern in der Art, wie damit gearbeitet wird. Jeder Konstrukteur hat seine eigenen Gewohnheiten. Der eine zeichnet die Rückwand eingenutet, der andere aufgesetzt. Ein Schrank wird aus einem früheren Projekt kopiert und angepasst, ohne dass noch jemand weiß, welche Einstellungen darin stecken. Die Folge: Derselbe Schrank kommt jedes Mal anders aus der Produktion.

Das zweite Problem ist die Bibliothek. Bei der Einführung wurde sie aufgebaut, danach pflegt sie niemand mehr. Neue Materialien kommen als Notlösung hinzu, alte Beschläge bleiben drin, und mit der Zeit vertraut niemand mehr der Bibliothek. Die Konstrukteure arbeiten an ihr vorbei, und die Fehler zeigen sich erst in der Arbeitsvorbereitung oder an der Maschine.

Von der Zeichnung zu Stückliste und Fertigungszeichnung

Solange die Stückliste von Hand geführt wird, laufen Zeichnung und Zuschnittliste auseinander. Beim parametrischen Konstruieren weiß jedes Teil im Korpusmodell, was es ist, aus welchem Material es besteht und welche Bearbeitungen es hat. Die Stückliste kommt dadurch aus dem Modell selbst, und Zeichnung und Zuschnittliste beruhen auf denselben Daten.

Dasselbe gilt für die Fertigungszeichnung. Die Arbeitsvorbereitung muss nicht jedes Plattenteil einzeln zeichnen: Ansichten und Maße kommen aus dem Modell. Möchten Sie diese Daten auch an die CNC senden, schließt iMOS iX CAM daran an. Der Konstrukteur zeichnet einmal, und die Programmierung greift auf dieselbe Quelle zurück.

Was eine Implementierung von iX CAD umfasst

Viele Betriebe halten die Installation für das eigentliche Projekt. In Wirklichkeit ist sie der kleinste Teil. Bei einer Implementierung geht es um drei Dinge.

Die Bibliothek aufbauen

Wir gehen von dem aus, was Sie tatsächlich fertigen: Ihre Materialien, Ihre Standardverbinder, Ihre Beschläge und Ihre Schranktypen. Daraus bauen wir eine Korpusbibliothek auf, die zu Ihrer Produktion passt, mit klaren Absprachen darüber, wer sie pflegt. Was Sie nicht fertigen, kommt nicht hinein.

Konstruktionsrichtlinien festlegen

Wie wird eine Rückwand gezeichnet, wo liegt der Nullpunkt, welchen Namen bekommt ein Teil, wer darf die Bibliothek ändern? Das sind keine technischen Fragen, sondern Absprachen. Wir legen sie gemeinsam mit Ihnen fest, damit zwei Konstrukteure für denselben Schrank dasselbe Ergebnis liefern.

Schulung von Konstrukteuren und Arbeitsvorbereitung

Ein Konstrukteur, der von AutoCAD kommt, muss umdenken: nicht Linien zeichnen, sondern Regeln einstellen. Wir führen die iMOS-Schulung vorzugsweise an Ihrer eigenen Bibliothek und mit Ihren eigenen Projekten durch, nicht mit Beispielschränken, die Sie nie fertigen.

Für welche Unternehmen

Wer viele Varianten auf Basis einer begrenzten Zahl von Schranktypen fertigt, verliert in 2D viel Zeit mit Neuzeichnen und Kontrollieren. iX CAD passt deshalb zu Schreinereien und Möbelherstellern, die Schränke nach Maß fertigen, zu Küchenbauern und zu Unternehmen im Innenausbau, die Projekte nach festen Konstruktionen zeichnen. Je mehr Sie nach festen Regeln arbeiten, desto mehr haben Sie von dem Modul.

Was Sie von Conselis erwarten können

Ein Konstruktionsmodul, das ohne Kenntnis der Maschine eingerichtet wurde, liefert Zeichnungen, die an der Säge oder an der CNC nicht stimmen. Conselis ist ein unabhängiger Berater: Wir implementieren iX CAD, richten das Modul ein und unterstützen Ihre Konstrukteure auch danach. Matthew Messelis hat über 22 Jahre Erfahrung mit CAD/CAM in der Holzindustrie und kennt sowohl die Konstruktionsseite als auch die Maschinenseite.

Lesen Sie auch: CAD/CAM für Badmöbel und Maßanfertigungen im Sanitärbereich.

Arbeiten Sie bereits mit iX CAD und kommen Sie mit der Bibliothek nicht weiter, oder erwägen Sie den Schritt vom 2D-Zeichnen zu einem parametrischen Modell? Schreiben Sie an info@conselis.group, und wir sehen uns gemeinsam an, wo der Gewinn liegt.

Häufige Fragen

Was bedeutet parametrisches Konstruieren?

Sie konstruieren nicht mit einzelnen Linien, sondern mit Regeln: Ein Schrank erhält Maße, Materialien, Verbinder und Beschläge als einstellbare Werte. Ändern Sie ein Maß, passt sich das Modell an, und Stückliste und Zeichnungen ergeben sich aus diesem angepassten Modell.

Wie kommt die Stückliste aus der Zeichnung?

Jedes Teil im Korpusmodell trägt sein Material, seine Maße und seine Bearbeitungen mit sich. Daraus wird die Stückliste erstellt, ohne dass ein Konstrukteur sie separat pflegen muss. So beruhen Zeichnung und Zuschnittliste auf denselben Daten.

Können wir unsere AutoCAD-Zeichnungen verwenden?

Bestehende 2D-Zeichnungen können als Referenz dienen, zum Beispiel für Baupläne und Aufmaße; wie Sie sie am besten einlesen, prüfen wir anhand Ihrer eigenen Dateien. Ihre Schränke selbst bauen Sie jedoch neu als parametrisches Modell auf, denn eine normale Zeichnung enthält keine Regeln, Materialien oder Stücklisteninformationen.

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