Leistungen
In vielen Schreinereien und Innenausbaubetrieben steckt die eigentliche Planung nicht im ERP-System, sondern in einer Excel-Tabelle, die jemand jeden Morgen aktualisiert. Die Stücklisten kommen aus iMOS, die Aufträge liegen im ERP, die Maschinen arbeiten mit ihren eigenen Listen, und zwischen diesen drei Welten sitzt ein Kollege, der alles abtippt. Eine ERP-Schnittstelle für die Holzindustrie macht dieses Abtippen überflüssig: Was in der Arbeitsvorbereitung (AV) entsteht, geht automatisch ins ERP, und was die Planung entscheidet, kommt automatisch zurück in die Werkstatt. Conselis richtet diese Datenschnittstellen ein und begleitet sie, unabhängig davon, welches ERP- oder MES-System Sie einsetzen.
Das Muster ist oft dasselbe. Der Konstrukteur zeichnet den Innenausbau nach Maß in iMOS iX und exportiert eine Stückliste. In der Arbeitsvorbereitung wird diese Liste ins ERP abgetippt, weil die Artikelcodes von Plattenmaterial und Kantenband nicht mit dem übereinstimmen, was in der Bibliothek steht. Der Planer trägt den Auftrag auf der Plantafel ein. Der Maschinenbediener bekommt einen Laufzettel auf Papier und meldet am Ende des Tages mündlich, was fertig ist.
Solange alles glattläuft, funktioniert das. Doch bei einer Auftragsänderung, einem ausgetauschten Material oder einem kranken Kollegen stimmt die Excel-Tabelle nicht mehr mit der Wirklichkeit überein, und niemand weiß mehr, welche Version die richtige ist. Doppelte Erfassung kostet nicht nur Zeit, sie ist auch eine der größten Fehlerquellen zwischen Verkauf und Produktion.
Deshalb beginnen wir nicht bei der Software, sondern bei dieser Excel-Tabelle: Welche Spalten enthält sie, wer füllt sie aus und wer liest sie? Das ist das Datenmodell Ihres Betriebs, und genau das muss eine Schnittstelle übernehmen.
Eine Datenschnittstelle zwischen iMOS, Ihrem ERP und der Werkstatt hat drei Richtungen. Alle drei müssen funktionieren, sonst bleibt die Excel-Tabelle bestehen.
Aus der Arbeitsvorbereitung kommt pro Auftrag eine Stückliste mit Teilen, Plattenmaterial, Kantenband, Beschlägen und Bearbeitungen. Diese Daten müssen im ERP als Kalkulation, Materialbedarf und Fertigungsauftrag ankommen, ohne dass jemand sie abtippt. Voraussetzung ist, dass die Artikelcodes in der iMOS-Bibliothek und im ERP identisch sind oder dass eine feste Zuordnungstabelle dazwischenliegt, die jemand pflegt. Darin steckt in der Praxis die meiste Arbeit: nicht in der Technik, sondern im Bereinigen der Material- und Artikelstammdaten auf beiden Seiten.
Umgekehrt muss das, was Verkauf und Planung entscheiden, ohne Umweg in die Werkstatt gelangen: welche Aufträge diese Woche über die Säge laufen, welcher Liefertermin Vorrang hat, welche Teile gemeinsam genestet werden. Eine Werkstatt, die digital arbeitet, hat keine Laufzettel auf Papier mehr, die der Realität hinterherhinken.
Die dritte Richtung wird oft vergessen. Wenn die Säge oder die CNC nicht zurückmeldet, welche Teile tatsächlich produziert wurden, welche Restplatten im Lager liegen und wie viel Zeit ein Auftrag wirklich gekostet hat, dann planen Sie auf Basis von Annahmen. Eine MES-Schnittstelle bringt diese Rückmeldung der Maschine ins System, sodass sich die Planung auf echte Zahlen stützt und die Nachkalkulation kein Rätselraten mehr ist. Wie diese Maschinenseite aufgebaut ist, vom Postprozessor bis zur Bohrstraße, lesen Sie auf unserer Seite zur Maschinenanbindung.
Eine Schnittstelle, die meistens richtige Daten liefert, kann gefährlicher sein als gar keine Schnittstelle. Sobald die Daten automatisch übertragen werden, hört jeder auf zu kontrollieren, und der eine fehlerhafte Auftrag fällt erst an der Maschine oder beim Kunden auf. Deshalb ist die Gestaltung der Ausnahmen wichtiger als die des Standardfalls: Was passiert mit einer gebogenen Front, einem Material, das nicht in der Bibliothek steht, einem Auftrag, der sich nach dem Export noch ändert?
Wir testen jede Schnittstelle mit Ihren eigenen Aufträgen, nicht mit einem Beispielprojekt: Eine Reihe aktueller Aufträge läuft durch die Schnittstelle, und das Ergebnis wird Zeile für Zeile mit dem verglichen, was die Arbeitsvorbereitung manuell erfasst hätte. Erst wenn das stimmt und klar ist, wer welche Daten pflegt, geht die Schnittstelle in den Produktivbetrieb.
Conselis ist an keinen ERP- oder MES-Anbieter gebunden. Wir kennen iMOS iX einschließlich iMOS NET in- und auswendig und sprechen zugleich die Sprache Ihres ERP-Anbieters, sodass Sie nicht selbst den Übersetzer spielen müssen.
Eine ERP-Schnittstelle steht selten für sich allein. Meist ist sie das letzte Glied einer Kette, die beim Verkauf beginnt: Konfiguration, 3D-Rendering, Verkaufszeichnung und von dort direkt weiter in die Produktion. Wie diese Kette aufgebaut ist, beschreiben wir auf der Seite Sales-to-Machine, vom Verkauf bis zur Maschine. Wer die Produktionsdaten einmal strukturiert vorliegen hat, kann damit mehr tun als planen; siehe unsere Seite zu KI-Lösungen für die Fertigungsindustrie.
Eine Übersicht über alle unsere Leistungen finden Sie auf der Seite Leistungen.
Lesen Sie auch: iMOS Integration Server und iX Connect: Aufträge automatisch vom ERP bis zur Maschine, iMOS iX Organizer: Auftragsverwaltung in der Arbeitsvorbereitung, CAD/CAM und Auftragsabwicklung für Zulieferer von Möbelteilen.
Steht auch bei Ihnen eine Excel-Tabelle zwischen iMOS und dem ERP, oder meldet Ihre Maschine nichts an die Planung zurück? Beschreiben Sie uns kurz, wie ein Auftrag heute vom Verkauf bis zur Säge gelangt und wo es hakt. Schreiben Sie eine E-Mail an info@conselis.group, dann prüfen wir gemeinsam, ob eine Schnittstelle die Antwort ist und welche Schritte dafür nötig sind.
Meist die Stückliste pro Auftrag: Teile mit Abmessungen, Plattenmaterial, Kantenband, Beschläge und Bearbeitungen, mit den zugehörigen Artikelcodes und Mengen. Welche Felder genau übertragen werden, legen wir gemeinsam mit Ihnen fest, je nachdem, was Ihr ERP für Kalkulation, Einkauf und Fertigungsaufträge benötigt.
Nein. Eine Schnittstelle geht von dem System aus, das Sie heute nutzen, und wir stimmen mit Ihrem ERP-Anbieter ab, wie die Daten ausgetauscht werden. Nur wenn Ihr aktuelles System keinerlei Import oder Datenaustausch zulässt, prüfen wir gemeinsam die Alternativen.
Das ERP verwaltet die kaufmännische Seite: Angebote, Aufträge, Einkauf, Lagerbestand und Fakturierung. Das MES verwaltet die Produktion: welcher Auftrag auf welcher Maschine läuft, was fertig ist und wie viel Zeit er gekostet hat. In vielen Holzbetrieben übernimmt das ERP, iMOS oder ein Planungsprogramm einen Teil beider Rollen, und die Schnittstelle sorgt dafür, dass sie dieselben Daten verwenden.